Qualitätsprogramm 1

 

QP 1 Steigerung der Lesekompetenz

“Förderung der Lesekompetenz” war von Anfang an auf eine stufenmäßige Differenzierung ausgelegt. Das Thema verbietet es, an die Schüler der beiden ersten Jahrgangsstufen die gleichen Maßstäbe anzulegen wie an die der beiden letzten. Lesen ist ein Entwicklungs- und Lernprozess, an dessen Beginn mehr der Erwerb der Fertigkeit im Zentrum steht, mit fortschreitender Zeit rückt später Lesefähigkeit im Sinne von reading literacy in den Vordergrund. Beides verlangt aber gleichermaßen Lesemotivation. Damit sind die drei Kategorien benannt, die in dieser ersten Bilanz den Schwerpunkt bilden:

 

Lesefertigkeit im 1./2. Schuljahr:

Die Lesehäufigkeit konnte deutlich gesteigert werden. Die Ausleihzahlen belegen eine regelmäßige Frequentierung der Schul- und Gemeindebücherei, die Eintragungen bei antolin stellen sicher, dass die Bücher auch tatsächlich gelesen wurden. Vor allem im 2. Schuljahr finden die Kinder viel Freude am Umgang mit dem Medium Internet, weil sie erstmals aus eigenem Vermögen ihre individuellen Fortschritte selbst dokumentieren dürfen.

Lesehäufigkeit hat Lesefluss zur Folge. Auch das Lesetempo ist erkennbar höher, Lesen macht am Ende der 2. Klasse weniger Mühe, die Lesefreude wächst mit dem Erfolg.

 

Lesefähigkeit im 3./4. Schuljahr:

Im dritten und vierten Schuljahr ging es bei der Steigerung der Lesekompetenz mehr in Richtung Leseverständnis und reading literacy. Im Deutschunterricht richteten die Lehrkräfte ihr Augenmerk auch darauf, das Lesevergnügen zu erhalten. Bücherausleihen wurden fest im Rhythmus verankert, regelmäßige Lesezeiten wurden vereinbart, “Pultbücher” wurden angeschafft, Ganzschriften gelesen, Leseleistungen wurden in Lesepässen und -tagebüchern dokumentiert, mit den Kinderseiten der Tageszeitungen gearbeitet etc. Stand in Deutsch noch die Lesefähigkeit, das verstehende Lesen, klar im Vordergrund, legten die Lehrkräfte in anderen Fächern bewusst verstärkt Wert auf  die Fähigkeit, Texten Informationen zu entnehmen und das folgende Handeln daran auszurichten.

 

Schwerpunkte für die weitere Arbeit am Qualitätsprogramm

Das QP der letzten drei Jahre ist längst nicht auf Dauer abgesichert und so nachhaltig verankert, dass es auch in den kommenden Jahren mit Engagement und Konsequenz umgesetzt wird. Im Bereich der individuellen Förderung ist noch einiges zu tun, es gilt nach wie vor, den schwachen Lesern auf allen Stufen Hilfe, Anleitung und Bestätigung zu geben. Auch zum Kern der reading literacy, die Fähigkeit, zu lesen und danach zu denken und zu handeln, sind wir noch nicht hinreichend durchgedrungen. Schwerpunkt des folgenden QP soll daher nicht nur die Lesehäufigkeit, das Lesevergnügen, das Leseverhalten sein, sondern die Fähigkeit zu lesen und danach sinnvoll zu handeln stärken. Unter dem Titel

 

“Forschend lesen, lesend Denken, denkend Handeln”

wollen wir in vielen Fächern die reading literacy stärken, die Folgen des Lesens in den Mittelpunkt stellen.